Die Blindenbetreuung, eine Herausforderung für die Zukunft

In den vergangenen 50 Jahren wurde wichtige Arbeit im Dienste der Blinden geleistet, und die bis jetzt erbrachten Resultate ermutigen uns weiterhin die gesetzten Ziele anzustreben.

Durch den höheren Anteil an älteren Menschen in der Bevölkerung wird auch die Zahl der Altersblinden massiv zunehmen.
Diese Entwicklung zeichnet sich bereits seit einigen Jahren ab und wird besonders deutlich an der Zahl der Aufnahmeanträgen ins Blindenheim ersichtlich. Gleichzeitig ist mit der höheren Lebenserwartung ebenfalls eine deutliche Zunahme der Abhängigkeit zu beachten. Dies ist der Fall sowohl im psychisch-sozialen Bereich der ambulanten Betreuung, wie auch im Pflegebereich der stationären Betreuung im Heim.

Die Zahl der Geburtsblinden und jugendlichen Blinden nimmt jedoch dank der Prävention und den Fortschritten der Medizin ständig ab. Alarmierend ist allerdings seit mehreren Jahren schon eine relative Zunahme der Mehrfachbehinderung bei Kleinkindern, wobei die Blindheit nur eine der Behinderungen darstellt. Die Aufmerksamkeit, welche dieser inzwischen herangewachsenen Zielgruppe zuteil kam, hat schließlich zur Gründung des „Biechbecher Ateliers“ und der Tagesbetreuung geführt. Da diese beiden Strukturen erst in ihrer Anfangsphase stehen, wird hier in nächster Zeit mit Sicherheit noch viel Aufbauarbeit zu leisten sein.

All dies ist eine Herausforderung für die Blindenvereinigung, den veränderten Bedürfnissen der Blinden und Sehbehinderten Rechnung zu tragen, und auch in Zukunft weiterhin ihre Dienstleistungen dementsprechend anzupassen.

Als privat geführte Institution, in welcher die leitenden Verantwortlichen die Belange und Bedürfnisse der Blinden und Sehbehinderten im alltäglichen engen Kontakt mit ihnen unmittelbar erleben, wird es auch in Zukunft möglich sein, schnell und flexibel auf sich permanent verändernde Situationen zu reagieren.

Dieser Grundgedanke des zielstrebigen Handelns in jeder Situation, hat während der vergangenen 50 Jahre die Verantwortlichen der Blindenvereinigung geleitet. So ist aus einer Hand voll Gründerpionieren ein permanent expandierendes Unternehmen mit momentan mehr als 170 Mitarbeitern geworden.

Der Sitz der Blndenvereinigung in Berschbach, mit seiner modernen baulichen Infrastruktur erfüllt alle Erwartungen sowohl in Bezug auf Wohnlichkeit und Komfort, wie auch auf Zweckmässigkeit und Einrichtung und bietet optimale Arbeitsbedingungen für alle Mitarbeiter.

Nur durch deren unermüdlichen und engagierten Einsatz, begleitet von der finanziellen und moralischen Unterstützung seitens der Bevölkerung und staatlichen Instanzen, und ermutigt durch das Vertrauen in die geleistete Arbeit, war und wird es der Blindenvereinigung möglich sein, auch in Zukunft ihre Ziele zu verwirklichen!